Schwarz | Weiß | Bunt

Mauern – heute ist das Thema Ausgrenzung und Diskriminierung im Alltag.
Was ist das? Und wo fängt eine solche an? Welche Bereiche werden da eingeschlossen?
Zu Gast ist Zefanias. Gemeinsam erörtern sie dieses Themenfeld. Sie lachen zusammen, sie staunen, sind sprachlos, ersinnen Strategien.
Hört rein in diese persönliche Folge.

Und wie immer die in der Folge erwähnten Links:

Die Wilden in den Menschenzoos

Die Reise der Menschheit (1/3)

Die Reise der Menschheit (2/3)

Die Reise der Menschheit (3/3)

Das N-Wort

Statistiken Asylanträge in Deutschland

Brown Eyes – Blue Eyes

MaiLab

Tag des Mauerbaus 13. August 1961

Andreas Naurath im Dezember 1961
Andreas Naurath

Ich war dabei – naja, im Englischen würde man sagen: „kind-of“

Meine Mutter wurde – mit mir schwanger – an diesem Sonntag im August 1961 früh durch Baulärm geweckt. Am Abend vorher wurde wild gefeiert, wobei meine Mutter immer wieder betont, dass sie ja nur Saft getrunken hat – gut so!

Baulärm an einem Sonntag?

Wir wohnten damals in der Stralsunder Straße, der Balkon des Eckhauses befand sich allerdings in der Brunnenstraße.
Vom Lärm irritiert blickte meine Mutter in Richtung Bernauer Straße und sah, wie Bauarbeiter, bewacht von Grenzposten der DDR, eine Mauer errichteten.

Und das, obwohl ja noch am 15. Juni 1961 Walter Ulbricht behauptete, dass niemand eine solche Absicht hätte…

Für meine Familie war es bis zum Dezember 1963 unmöglich, unsere Verwandten am Boxhagener Platz zu besuchen, eine Strecke, die man heute locker in knappen 20 min zurücklegen kann. Im Dezember 1963 gab es zum ersten mal sog. Passierscheine, die es Westberlinern ermöglichte, ihre Verwandten im Ostteil der Stadt zu besuchen.

Natürlich könnte ich noch unendlich viele Geschichten erzählen – und zum Teil habe ich das schon getan:
In der ersten Folge zum Thema Mauer, berichte ich, wie es mir als „Westler“ erging.


Und in der zweiten Folge interviewte Kristina Steffi Weiss und mich zu unseren Erfahrungen und Erlebnissen, jeweils aus den beiden Parts der geteilten Stadt:


Lasst doch mal einen Kommentar da oder vielleicht sogar Eure ganz persönliche Mauergeschichte!

Viel Spaß beim Reinhören wünschen
Kristina & Andreas Schwarzrock

Frau | Mann | Liebe

Wie haben sich die Rollenbilder von einst entwickelt? Was hat ein Drehbuch mit Beziehungen zu tun? Was ist Micromanagement? Und was sind Marker für emotional eingefärbtes, gesteuertes Handeln?

Die Kreativkundschafter, Andreas & Kristina Schwarzrock, begeben sich auf tiefgründige Pfade im Gespräch mit der aus Hamburg zugeschalteten Gabriela Friedrich. Als Coach, Mentaltrainerin, Paar-Coach, Autorin und Publizistin seit vielen Jahren bestens mit der Materie Beziehungen und deren Herausforderungen vertraut, taucht sie mit Kristina & Andreas ab in intensive Gedankengänge dieser wundersamen Verstrickungen.

gabriela-friedrich.de

Ost | West | Kunst

Ost | West | Kunst

Wie war das Lebensgefühl in Ost- & Westberlin? Wie unterschiedlich wurden Orte und alltägliche Situationen in der geteilten Stadt erlebt? Worauf galt es in Ostberlin lebend zu achten, um gut zurechtzukommen? Und was ist denn eigentlich ein GENEX-Katalog?

In dieser Folge sprechen die Kreativkundschafter Kristina und Andreas mit der in Ostberlin aufgewachsenen Kunstagentin Steffi Weiss. Sie nimmt die beiden mit auf eine bildhafte Reise Ihrer Geschichte und gibt Ihnen zudem Einblicke in die künstlerische Gestaltung der Stadt. „Grenzkunst“, Kunst im öffentlichen Raum und die Situation von Kunst und Kunstschaffenden des heutigen Berlins.

Kommt mit und taucht ein mit den dreien, in das Erleben eines Stücks Zeitgeschichte.

Links zu dieser Folge:

Stein-Papier-Schere von Thorsten Goldberg

Kaninchenfeld von Karla Sachse

Ohne Titel von Frank Thiel

Übergang zur Untergrundbahn von Susanne Ahner

Mind the Gap von (e.) Twin Gabriel

Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung von Micha Ullmann

Orte des Erinnerns von Renata Stih & Frieder Schnock

Stolpersteine von Gunter Demnig

Installation für Reichstagsgebäude von Jenny Holzer

Andachtsraum von Günther Uecker

Archiv der Deutschen Abgeordneten von Christian Boltanski

Verhüllter Reichstag von Christo und Jeanne-Claude

Kommunikation in Beziehungen

Interview mit Prof. Dr. Claudia Bünte

Beziehungen – vielerlei geartet. Ob in der Liebe, in Freundschaften, familiär.

Was sind Voraussetzungen für eine gute Beziehung?
Was macht sie aus und was sind ihre Grundpfeiler?
Wie erkenne ich eine gesunde Beziehung?
Wie sieht eine gute Kommunikation in einer Beziehung aus?
Gibt es Marker für toxische Beziehungen?

All solche Fragen möchten die Kreativkundschafter in ihrer neuen Reihe “Beziehungen” durchleuchten. Den Anfang macht ein spontan entstandenes, sehr persönliches Interview mit Prof. Dr. Claudia Bünte.

Der im Interview angesprochene Psychologe ist David McClelland

Mauern – Die Berliner Mauer

2019 – 30 Jahre Mauerfall

Wie hat Andreas die Zeit der Berliner Mauer erlebt?
Erfahrt etwas über Passierscheine, Stasi-Mitarbeiter im Fernsehturm, Herrn Fuchs und Frau Elster uvm.
Was machte die Mauer in den Köpfen? Im Westen wie im Osten.
Wie erleben Touristen heute diese Zeit auf der Mauertour?
Ein ganz persönlicher Bericht eines Schönebergers (Westberlin), der heute in Pankow (Ostberlin) lebt.

Viel Spaß beim Hören
wünschen
Kristina & Andreas

„Missverstehen Sie mich richtig“ Bodo Wartke zu Gast bei Gregor Gysi, Distel Berlin

Wartke und Gysi
Copyright tRÄNENpALAST Berlin

Der Gentlemen-Entertainer am Flügel trifft den beliebten Präsidenten der Europäischen Linken Gregor Gysi. Erleben Sie live, wie der Kabarettist und Musiker dem Politiker und Juristen spannende Einblicke in seine Biographie und sein Schaffen gewährt. 

Der tRÄNENpALAST präsentiert in seinem beliebten Gesprächs-Format zwei Persönlichkeiten, die sich etwas zu sagen haben.

… so die Beschreibung auf der Website.

Ganz in diesem Sinne erleben wir am vergangenen Montag das Zusammentreffen der beiden Persönlichkeiten Bodo Wartke und Gregor Gysi.
Heiß ist es – drückend schwül; doch das schmälert kaum das Interesse des Publikums – der Saal der Distel Berlin ist komplett voll, war laut Gysi sehr schnell ausverkauft.
In offenherziger ja fast familiärer Atmosphäre begegnen sich die beiden Männer. Zu unserer Freude: ein Flügel auf der Bühne – was natürlich die Vermutung nahelegt, dass wir nicht nur ein Gespräch zu hören bekommen.

Nach herzlicher Begrüßung Wartkes und des Gastgebers, seitens des Publikums, steigen sie dann langsam ein in´s Gespräch. In schelmisch förmlicher Manier bekommen die Zuschauer nach und nach sehr persönliche Einblicke in Wartkes Werdegang.

Was bringt den jungen hochkreativen Wartke dazu, nach einem begonnenen Physikstudium, diesen Weg einzuschlagen? Wie kommt es, dass der Nerd in der Schule, als vermeintlicher Außenseiter mit Vorliebe für Geräteturnen und Gedichte, zu einen so außerordentlichen Publikumsliebling „mutiert“?

„Ich war immer sehr an Mathematik interessiert. Ich liebe die Schönheit der Struktur!“

(Wartke)

Wortgewandt und klar im Ausdruck beschreibt er Höhen und Tiefen seines Lebens sowie seinen Umgang damit. Wir lauschen einem Kämpfer. Er berichtet von Schicksalsschlägen. So z.B. von seinem Unfall mit acht Jahren, bei dem er das erste Glied seines linken Ringfingers verlor – „… da dachte ich mir: jetzt erst recht! Und ich versuchte einen Umgang damit beim Klavierspiel zu lernen“, vom verpatzten Vorsingen bei einem Gesangswettbewerb – „ich dachte entweder ich höre jetzt auf, oder ich mache einfach weiter. Ich habe mich für´s weitermachen entschieden, wo ich doch schonmal da war. Und siehe da, ich habe den Wettbewerb gewonnen. Wahrscheinlich sagte die eine Hälfte der Juri: der ist kein toller Sänger und die andere Hälfte sagte: ja stimmt, aber performen kann er.“  Weiter erwähnt er den Tod seiner Mutter und den Verlust der Schwester mit nur drei Jahren.

Humorvoll lässt er seine Zuhörer noch einmal Teilhaben an der Reaktion seiner Mutter (Ärztin) als er ihr „beichtet“ er wolle Künstler statt Akademiker werden.
Mutter:
„Oh Gott, der Junge wird drogenabhängig oder schwul, wie die anderen Künstler!“
Das Publikum lacht.
Mit trockenem Wortwitz schildert er weiter, wie sich das Blatt wendete, nachdem er die ersten Erfolge zu verzeichnen hatte, wie seine Eltern plötzlich die erfolgreichen Gene jeder für sich proklamieren wollte. Das Publikum lacht mitfühlend noch mehr.

Auch Zweifel verschonen ihn nicht. So berichtet er von einem liebevollen Dialog mit seiner Mutter.
Wartke:
Vielleicht hätte ich doch Medizin studieren sollen. Was du machst hilft Menschen, wenn sie krank sind.“
Mutter:
„Ja, da hast du recht. Aber was du machst hilft Menschen dabei gar nicht erst krank zu werden!“

Wie hat er seinen Weg aus Schwartau nach Berlin gefunden? fragt Gysi.

Wartke:
„1996 war ich das erste Mal in Berlin. Ich habe dort mit anderen jungen Leuten musiziert und war sofort angetan. Ich komme gerne aus Schwartau und ich gehe auch gerne dorthin zu Besuch. Aber alles was ich gerne mache kann ich da nicht tun.“

So entschied sich Wartke nach seinem Abi, seinen Standort nach Berlin zu verlagern. Seine Anfänge nahm er in der Scheinbar in Schöneberg. Erprobte sich auf der dortigen Open Stage.

Wie finden Sie Ihre Themen? interessiert sich Gysi.

Wartke:
„Musik und Text müssen harmonieren. Manches ergibt sich einfach. Ansonsten hilft mir das Schreiben über Dinge hinweg zu kommen. Also quasi „Scheiße“ in Positives verwandeln. Denn ich sage mir, dann gibt es wenigstens einen Song.“

Wir können das sehr nachfühlen und eindrücklich erleben.
So z.B. der Song „Christine“, in dem Wartke den Tod seiner Schwester verarbeitet. So unglaublich berührend, wie er seine Zuhörer emotional an dem Ergebnis seiner Verarbeitung teilhaben lässt.
OderEs wird Zeit (wurde vor Ort live gespielt), welcher laut Wartke von einer Rede Gysis inspiriert wurde. „Das falsche Pferd“ (wurde vor Ort live gespielt) oder „Hambacher Wald“ (wurde vor Ort live gespielt), welcher das Publikum zum Jubeln veranlasst.

Wartke scheut sich nicht sich zu äußern, was ihn mit seiner Bekanntheit zu einer wichtigen Stimme gesellschaftskritischer Themen macht. Doch er legt sich nicht fest. Er bearbeitet alle Themen, die ihm wichtig erscheinen scharfsinnig und punktgenau getextet.

„Wenn man mich in eine Schublade stecken will braucht man eine Kommode“

so Wartke.

Und er hat so recht. Wenn wir uns die Ausführung seiner Biographie anhören – Geräteturnen, Klavierunterricht, Zivi im Krankenhaus-OP, Matheliebhaber, Studium der Physik, Studium der Popularmusik, Songschreiber, Pianist, Produzent, Sänger, Schauspieler, Moderator, Kommanditist :-D, Gründer einer Plattenfirma
– „Das ist aus der Not geboren, es wollte mich keiner produzieren. Ich fliege unter dem Radar, habe keine besonderen TV Auftritte“ – 
und die Projekte, die in nächster Zeit angedacht sind, kommen wir nicht vorbei an dem Gedanken an unsere letzte Podcast-Folge über Scannerpersönlichkeiten. Ein ausgesprochener Scanner – ein Tausendsassa, kraftvoll produzierend, alle Fähigkeiten nutzend.

„Streben nach Perfektion mach unglücklich, weil man sie nicht erreichen kann.“

(Wartke)

Schmunzelnd zustimmend nicken wir, als er nachfolgend das Pareto-Prinzip erwähnt, welches auch Andreas in der Podcast-Folge erläutert hat. Es beschreibt den Effekt, mit 20% Aufwand 80% eines Ergebnisses zu erreichen. Wobei 80% schon ein hohes Niveau bedeuten. Die letzten 20% jedoch mit 80% des Gesamtaufwands die quantitativ meiste Zeit beanspruchen.

Wartke:
„Wenn man meine Sparten gesondert betrachtet bin ich kein außerordentlicher Sänger, auch kein außerordentlicher Schauspieler – die Summe macht es.“
Und wir können ihm nur beipflichten. Die Summe macht Sie, Bodo Wartke, zu einem außerordentlich wertvollen Künstler. Danke dafür!

Bodo Wartke
Gregor Gysi
Distel Berlin

Scannerpersönlichkeiten

Scanner – nein nicht der an Deinem Computer, der in Dir!
Diese Folge ist Kristina und Andreas eine besondere Herzensangelegenheit, die Struktur einer Scannerpersönlichkeit zu beleuchten.
Wir glauben, wir haben gelernt, dieses Geschenk anzunehmen und sich nicht vom Mainstream beirren zu lassen. Und wir möchten alle, die sich angesprochen fühlen, ermuntern, Ihre Gabe nicht als Last sondern als Geschenk zu sehen. Auch in einer Gesellschaft, die eher die Tendenz hat, Scanner unterzurühren, bietet sie dennoch Raum, sich zu entfalten und mit unseren Fähigkeiten diese Welt zu bereichern.
Neben unserer persönlichen Geschichte weisen wir auch auf Bücher, Blogs und Podcasts hin, die sich mit „unserem“ Thema auseinander setzen.
Unsere Botschaft: Wir sind nicht allein! Und wir sind gut, so wie wir sind!

Der Blog von Holger W. Markgraf

Der Blog von Christina Richter

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